Die Stadtpflanze im Wilden Westen
Bericht über einen Urlaub auf einer Workingranch 
in den USA, Wyoming, im Juli 1999 

 
Wie alles begann ...
Prolog 

*blitz* 

Anstatt wenigstens nett zu lächeln habe ich mit offenem Mund ziemlich blöd in die Linse geguckt, die ein aktuelles Foto von mir und meinem Wagen machte. 
Danach (wie sinnvoll ...) erfolgte der instinktive Tritt auf die Bremse und ein Blick auf den Tacho: hundertfünfundreißig. Hundert waren erlaubt - na Mahlzeit. Bei meinen "Vorstrafen" würde nun kein tränenreicher Ausbruch vorm Richter mehr etwas nutzen - für vier Wochen würden sie mir meinen Führerschein mindestens wegnehmen. 
Beruflich auf den Wagen angewiesen hilft nur eins: Urlaub buchen für die autolose Zeit! dachte ich mir. 
Und wenn schon, denn schon - dann auch mal ein richtiger Urlaub, irgendwohin weit weg. Amerika! 
Mein Traum war es immer, mit einer Harley von der Ostküste quer durch zur Westküste zu fahren, aber da mir ein geeigneter Begleiter fehlte, schien mir das denn doch nicht so erstrebenswert. Was hatte ich denn sonst noch für Hobbys? Pferde. Wie wärs mit ... 

Buchung mit Hindernissen

... Kühe treiben und Cowboy spielen im Urlaub? 
Hier kamen drei Faktoren zusammen. Oder vier. Erstens: ich kann reiten. Zweitens: Bekannte erzählten von einem geplanten Ranchurlaub. Drittens: ich sah zufällig eine Anzeige eines Reiseveranstalters in einer Pferdezeitschrift. Und viertens: wir reden immer noch von Amerika. 
Also nicht lange gefackelt und einen Katalog bestellt. Mir wurde Arizona oder Texas empfohlen, da dort im Frühjahr die Temperaturen am angenehmsten seien. 
Der Katalog ließ auf sich warten, mein Bescheid über die Tempoüberschreitung allerdings auch. Als der Katalog im neuen Jahr endlich ankam, blätterte ich neugierig darin herum. Was suchte ich eigentlich? 
Keine Touristenfalle. Keine Extrem-Western-Reiter. Kein Vier-Sterne-Hotel, aber auch keine Plumpsklo-Romantik. Keinen Swimmingpool oder Golfplatz, aber Kuhherden bitte - möglichst groß. 
Da sich die Auswahl über alle diese Sparten erstreckte, war es eigentlich nicht schwer, sich schließlich auf eine der Ranches festzulegen. Die Muleshoe-Ranch wurde als reine Workingranch mit kaum mehr als zwanzig Gästen beschrieben. Nichts desto trotz Zimmer mit eigenem Bad und WC - darauf legte ich eine Menge Wert. Und im März stand sogar der Viehtrieb von den Winter- auf die Sommerweiden an - na das würde doch ein richtiges Abenteuer werden ... 
Ich rief also bei dem Veranstalter an und fragte dort nach, was denn so ablaufen würde. Und ob 'Viehtrieb' hieß, daß ich vierzehn Tage nur auf Achse sein würde oder das Ranchhaus immer die Übernachtungsstelle sei, so daß auch mal ein Tag Pause für den Großstädterhintern möglich wäre. Der Veranstalter versprach, sich zu erkundigen und rief nach wenigen Tagen zurück. 
"Ja, nu ..." druckste er herum. "Das ist so ..." 
Ja, wie ist es denn nu? 
"Also: während des Viehtriebes wird nicht zur Ranch zurückgeritten, sondern in den Bergen gelagert." 
Na ja, mal abgesehen davon, daß ein Tagespreis von fast dreihundert Mark für campieren im Freien reichlich happig ist, war ich noch nicht so sehr abgeschreckt. 
"Der Trieb geht über zwölf Tage - und es machen nur Männer mit." Bedeutungsschwangere Pause. "Sie wären die einzige Frau." 
Aha. Da lag also das Problem im prüden Amerika. Irgendwie schien dem Rancher die Vorstellung, daß eine Frau seine Männer in den Bergen verrückt machte, nicht so recht zu behagen. Damit habe ich persönlich wenig Probleme, was mich dann trotzdem davon abhielt, auf meine Gleichberechtigung auch in Urlaubsfragen zu pochen war die Androhung von täglichen zwölf Stunden im Sattel. An so eine Strapaze könnte ich mich vielleicht innerhalb einer Woche herantasten, aber von Anfang an so lange auf dem Pferd hocken - nu sei'n wir doch bei aller Härte mal ehrlich: mein europäischer Hintern sitzt nie länger als maximal drei, vier Stunden im Sattel. 
Alternativ wurde mir angeboten, daß extra für mich ein Wrangler (so nennen die die Cowboys) auf der Ranch zurückbleibt, der mich betreuen würde. Ob ich denn nicht alleine bleiben könnte? fragte ich. Das sei nicht möglich, das Gelände sei prädestiniert für verirrte Touristen. 
Hm. Und was, wenn ich mich mit dem Wrangler nicht vertrug? Ich würde womöglich vierzehn Tage mit einem Deppen auf der Ranch festsitzen. Nein, das Risiko war mir denn doch zu groß. 
Inzwischen war schon Februar und mein Bescheid über die Tempoüberschreitung immer noch nicht angekommen. Also beschloß ich, mal über die Grenzen von Arizona und Texas hinwegzusehen und weiter nach Norden zu schauen, wo die Temperaturen im Juni/Juli auch angenehm wurden. Wyoming oder Montana. Da gäbe es auch Ranches, auf denen ich mal alleine Ausreiten dürfte - immer vorausgesetzt, daß ich auch wirklich sattelfest war. 
Die Lake RanchIch entschied mich für die Lake Ranch in Wyoming. Auch eine Workingranch mit maximal zwölf Gästen, aber dafür zweitausend Rindern. Whow! 
Als Omen betrachtete ich es dann noch, daß sie in der Nähe des "Devils Tower" lag, ein monumentartiger Berg, der durch einen Science Fiction zu einiger Berühmtheit gekommen ist. Zufällig mein Lieblings-Science-Fiction - na, wenn das kein Zeichen war! 
Also ließ ich mir für Juni ein Angebot machen. 
Sumasumarum *auweia* etwas über fünftausend Mark für vierzehn Tage. Aber dann auch alles inklusive: Flüge, Übernachtungen, Essen und natürlich die Arbeit auf der Ranch. Das kann auch nur deutschen Touristen einfallen, für Arbeit zu bezahlen ... 
Auch die Anreise lud nicht gerade zum Urlaub ein. Köln - Frankfurt - Chicago - Denver - Rapid City. Vier mal umsteigen! Und dann noch von Rapid City eine gut zweistündige Autofahrt zur Ranch. Trotzdem. Ich buchte. Oder wollte buchen. Erst mal rief ich beim Veranstalter an und fragte noch ein paar Kleinigkeiten, und wie wir da so Schwätzchen hielten meinte er plötzlich: "Na was für ein Zufall. Normalerweise sind die anderen Gäste Amerikaner, aber genau in der Zeit, in der Sie buchen, sind auch drei andere deutsche Frauen da!" 
Ich grinste etwas gequält in den Hörer. "Aha ..." 
Während des weiteren Gesprächs schwebten mir die ganze Zeit kleine Szenen aus deutschen Ställen vor Augen. Kaffeeklatsch mit drei Damen - diese Art Damen, die in großen Reitställen herumlaufen. Witzig, immer ein Lächeln auf den Lippen, das von lästerlich schadenfreudig bis spöttisch herablassend variiert. 
Nö. Bevor ich auflegte schlug ich vor, daß ich meinen Urlaub vielleicht doch lieber um zwei Wochen verschieben würde. Um mich mit deutschen Touristen zu umgeben brauche ich nicht nach Amerika zu fliegen, dann kann ich auch im Bayrischen Wald auf einen Bauernhof gehen. 
Mein Anliegen stieß zum Glück auf Verständnis, allerdings würde ich dann das 'Branding' verpassen, wurde ich gewarnt. 
"Was'n das?" 
"In der Zeit werden die Kälber gebrannt. Dafür fliegen die Frauen auch extra rüber." 
So so. Meine Vorstellung erweiterte sich auf den Anblick von drei Mannweibern, stämmig, aber blond, die mit zunehmender Begeisterung Kälber umwarfen und verbrannten, um dann Zuhause am Stammtisch zu erzählen, watt das für ein Staub war, nicht ohne dabei stolz auf einige Narben zu zeigen, die das Brandeisen auf ihren Händen hinterlassen hat. 
"Tja, also ehrlich gesagt: Kälber umwerfen und brennen gehört nicht gerade zu meiner Vorstellung von Urlaubsfreuden - ich glaube, ich kann also gut darauf verzichten ..." 
Mir wurde aber versprochen, daß noch genug interessante Aufgaben übrig bleiben würden, so müßten zum Beispiel die Herden von Weide zu Weide getrieben werden. 
Na denn ... 
 

Vorbereitungen 

Nu war's also ernst. Cowboy spielen im Ami-Land. So ganz unvorbereitet wollte ich da aber nicht hin fliegen, also begann ich das in Tat umzusetzen, was ich eigentlich schon länger geplant hatte: die Anschaffung einer Westernausrüstung. Ich hatte zwar nicht gelogen, als ich bei den Reiseveranstaltern angab "erfahrene Reiterin" (das war für die von mir ausgesuchte Workingranch eine Voraussetzung, da die 'Gäste' dort wirklich mitarbeiten sollen), aber um mal konkret zu sein: ich war eingefleischte Englischreiterin. Weniger aus Überzeugung sondern vielmehr aus Bequemlichkeit. Englisch hatte ich gelernt, überhaupt gab es zu meinen Reitfängen, immerhin schon über zwanzig Jahre her, sowieso nur die englische Reitweise. Englisch habe ich also auch mein eigenes Pferd ausgebildet. Einen Ausrutscher hatte ich allerdings schon vor einem Jahr gewagt, wenn auch unwissend. Ein Bekannter lud mich zu einem Reitkurs ein und behauptete, das sei ein Kurs für Freizeitreiter ("Nicht für Westernreiter?" "Nein!"). Daran nahm ich teil, weil ein bißchen Auffrischung auch einem Feld- und Wiesenreiter wie mir gut tun würde, dachte ich mir. Und geriet in einen Penquitt-Kurs - das war zwar nicht Westernreiten pur, aber immerhin schon stark Western orientiert. Damals, angenehm überrascht von dem, was ich bei diesem Kurs gelernt hatte, nahm ich mir schon vor, mit meinem Pferd auf diese Reitweise umzusteigen, aber aus Zeitgründen hatte ich diesen Vorsatz nie durchgezogen. 
Nun ging ich mit neuen Ambitionen ans Werk. Innerhalb von zwei Monaten wurden Nasenriemen, Wassergebiß, Martingal, geschlossene Zügel und Vielseitigkeitssattel gegen Tellington-Jones-Ausbildungsgebiß, offene Zügel und Westernsattel ausgetauscht. Reithose und -stiefel verbannte ich zugunsten von Westernboots und Jeans in die hinterste Ecke meines Schrankes. 
Fortan schluffelten mein Pferd und ich als Cowboys durch den europäischen Wald. Mehr oder weniger wohlwollend belächelt von den geschniegelten Englischreitern, denen wir fast ausschließlich begegneten, und auf völliges Unverständnis stoßend bei meinem Stallbesitzer. Aber der war ja sowieso schon an meine 'unkonventionellen' Traditionsbrüche gewohnt - schließlich war ich die, die sich gegen die Boxenhaltung gewehrt hatte und statt dessen ihr Pferd auf einem eigens angelegten Paddock mit Unterstand den Widrigkeiten der klimatischen Verhältnisse aussetzte. 
Die Umstellung auf die Westernreiterei im freizeitmäßig-lockeren Stil entwickelte sich sehr zur Zufriedenheit für uns beide. Mein Pferd liebte das neue Gebiß und ich den neuen Sattel - wenn ich auch länger brauchte als mein Pferd, um mich an die neue Haltung zu gewöhnen. 
Auf dem Reitplatz übten wir sogar ein wenig Viehtrieb, aus Ermangelng an geeigneten Kühen mußten ein paar Stallkameraden meines Pferdes als Statisten herhalten. Och jo - klappte ganz gut. 
Dieses war der erste Streich. Im folgenden mußte ich anfangen, mich für die vermutlich ganztägigen Ritte durch den Wilden Westen zu trainieren. Da ich mein Pferd nur am Wochenende reiten konnte, suchte ich mir eine Reitbeteiligung in der Stadt, in der ich arbeitete. Na ja - hier konnte ich nicht so wählerisch sein und mußte Reithose und -stiefel wieder auspacken, weil mein Fund ein englisch gerittenes Turnierpferd war, das ich zum Ausgleich für die anstrengenden und vor allem staubigen Stunden in der Halle im Gelände reiten sollte (ich empfand das natürlich als "durfte"). Aber immerhin - Hintern-Training war nun gesichert. 
Inzwischen trudelte auch endlich der "Sie sind zu schnell gefahren und wir haben ein Foto - Ätsch!"-Brief ein. Für alle Fälle schrieb ich erst mal einen "Das war aber ein Firmenwagen und darum brauche ich das Foto - Ätsch!"-Brief zurück und verschob meinen Urlaub noch mal um zwei Wochen. Mein Plan war ja, auf den "Geben Sie sofort den Führerschein ab"-Brief mit einem (zwecklosen) Einspruch zu reagieren, um Zeit zu schinden, und diesen Einspruch dann just in dem Moment zurückzuziehen, in dem ich in Urlaub ging - und den Führerschein sowieso nicht brauchte. 
Stattdessen bekam ich aber einen "So'n Mist - wir konnten den Fahrer nicht ermitteln weil das Foto so schlecht ist"-Brief. Statt mich in meiner Eitelkeit gekränkt zu fühlen brach ich erst mal in Jubel aus. Aber - nu hatte ich den Urlaub ganz umsonst gebucht. Oder? 
 

Warten ...

Nein, bestimmt nicht. Ich zählte die Stunden in freudiger Erwartung auf meinen Ranchurlaub. Ich versuchte mir möglichst viele Informationen zu beschaffen und bat auch im Internet in einem Forum um Erfahrungsaustausch. Die Welt ist klein ... 
Steffi aus Berlin antwortete mir, dieselbe Steffi, die einen Bekannten von mir vor einem halben Jahr mit Informationen versorgt hatte. Und Steffi wiederum machte mich mit Angelika bekannt - die eine der drei deutschen "Damen" war, wegen denen ich meinen Urlaub das erste mal verschoben hatte ... 
Von Angelika bekam ich vorab schon eine Menge Informationen über die Lake Ranch. Sie hatte ihre beiden Reisebegleiterinnen per Anzeige gefunden, da sie sich scheute, eine so weite Reise alleine zu unternehmen. Ehrlich gesagt - mir war auch ganz schön mulmig, wenn ich an die vielen Umsteigeflughäfen dachte ... 
Angelika hatte auf der Equitana jemanden kennengelernt, der ab und zu mal auf der Lake Ranch jobbt (worin auch immer der Unterschied zwischen arbeitenden Touristen und arbeitenden Jobbern besteht ...). Der hat ihr wohl einiges erzählt. Die Ranch soll sehr familiär geführt sein, gute Pferde (zwanzig am Haus und zwanzig irgendwo in den Bergen - das sollte reichen für maximal zwölf Gaeste und die Wranglers). Für Einkäufe oder so nimmt Muttern einen mit in die Stadt, wenn man will. 
Tageseinteilung frei, wer Bock hat arbeitet mit, wer nicht - der nicht, Essenszeiten auch nicht so fest, Frühstück gibt es also auch noch nach sechs Uhr früh. 
Gegen Spritgeld fährt der Rancher einen auch mal spazieren (die Felsen mit den Präsidentenköpfen sollen ca. 150 km entfernt sein). 
Tja, Angelika und ich hätten wahrscheinlich gut zusammengepaßt, wir haben uns beide als englische Geländereiter geoutet, während ihre jetzige Reisepartnerin (die Dritte im Bunde war zwischenzeitlich abgesprungen) mit fünf eigenen Westernpferden den Galopp wahrscheinlich gut in den komischen Sätteln aussitzen kann ... na ja. Nun ist es zu spät. Ich muß vier Wochen länger auf meinen Urlaub warten, habe aber immerhin den Vorteil, Angelika nach ihrer Rückkehr über ihre Erfahrungen ausquetschen zu können. 
Ach Gott - aber woran man alles denken muß ... 

Hier ist so ein Denkzettel - für Newcomer in Sachen Ranchurlaub ;-) 

Die Zeit verging ... langsam. Inzwischen war Angelika schon wieder aus den USA zurück. Ich ließ ihr einen Tag Karenzzeit, damit sie sich von der Heimreise erholen konnte, und rief sie dann an, voller Neugierde und mit einer Liste von Fragen. 
Es sei toll gewesen! erzählte sie. Das einzige Manko an ihrer Reise war ihre Reisebegleiterin gewesen ... ich hatte also doch nicht so unrecht, lieber alleine fahren zu wollen, wie sie mir im Nachhinein zustimmte. Tja. Sie erzählte einiges von dem Urlaub, aber irgendwie - man muß wohl einfach selbst dort hin, um den Urlaub mitfühlen zu können, so klang es eher steril. Auf der Ranch sei alles schön gewesen, sie waren zu der Zeit die einzigen Gäste, ansonsten seien dort noch ca. sieben Leute, die sich um Ranch und Gäste kümmern. Die Pferde seien in Ordnung, aber sehr unterschiedlich. Die Zimmer mit Bad und WC (ich hatte befürchtet, das WC würde fehlen ...), das Essen einfach (tut mir ganz gut ...) und - das wichtigste - sie durfte tatsächlich alleine Ausreiten! 
Zum Einkaufen ist sie kaum gekommen, vernünftige Geschäfte gibt es auch nur in Rapid City - 250 km von der Ranch entfernt. Gut zu wissen; da mein Flieger planmäßig erst um 22.00 Uhr in Rapid City ankommen sollte, kaufte ich mir den Cowboyhut doch noch in Deutschland. 
Mit der An- und Abreise hatte sie leider genau die Probleme, um die ich die ganze Zeit bangte - zu knappe Anschlußflüge. Auf der Hinreise erwischten sie einen Flieger nur noch im Laufschritt und ohne Rücksicht darauf, ob das Gepäck mitkommen würde. Auf der Rückreise reichte es dann nicht mehr, sie flogen über Washington und verpassten dort den Flieger nach Frankfurt. United Arlines bezahlte zwar die Übernachtung im Hilton, aber ein Tag Verspätung schlaucht sicherlich ganz schön. 
Nichts desto trotz - ich fühlte mich gut vorbereitet auf den Urlaub. Mein neu gebackenes Cowboypferd feierte zwar schon seit Wochen krank, so daß ich mit ihm nichts weiter machen konnte als ihm ein wenig Cow Sense beizubringen (weil sich seine Weidekumpels nicht wieder als Kuhstatisten herablassen wollten, mußte ich selbst vor ihm hin und her hüpfen, während er mich in Schach hielt ...), aber ich hatte ja noch das englische Turnierpferd und die gepolsterten Radlerhosen, die mir mein Reiseveranstalter empfohlen hatte. 
Warten ... noch zehn Tage ... acht ... sechs ... vier ... drei ... zwei ... einer ...*zitter* ... los. 
 

Die Anreise

Mein Flugplan las sich wie eine Weltreise. Köln - Frankfurt 11.05 - 11.50; Frankfurt - Chicago 13.55 - 15.55 (Ortszeit, das sind zehn Stunden Flugzeit); Chicago - Denver 17.45 - 19.15; Denver - Rapid City 20.40 - 21.50; Rapid City - Lake Ranch: dreistündige Autofahrt ... ich sollte ja abgeholt werden - ob das um die späte Uhrzeit noch klappen würde? In Deutschland würde es dann neun Uhr morgens sein, wenn ich nach der vierundzwanzigstündigen Anreise planmäßig auf der Ranch ankommen würde. 

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