29.02.2000,
Lake Ranch - Cowboy 2000: mit Pferd
Morgengrauen - keine Wolke
am Himmel, das würde wieder ein herrlicher Tag werden!
Während Gregg ausritt,
um mir ein Pferd von einer entfernter liegenden Weide zu organisieren,
beschäftigte ich mich mit Hausarbeit und versuchte sogar, Brownies
zu backen. Brownies ist eine Art Schokoladenkuchen, aber die Konsistenz
ist regelrecht matschig, so schokoladig ist es. Dafür ist die Zubereitung
einfach: Packungszeug mit Eiern, Öl und Wasser vermatschen, in eine
flache Backform füllen und backen.
Wir waren immer noch nicht
zum Einkaufen gekommen, also wollte ich mir einen weiteren Instantkaffee
machen und stieß dabei in den tieferen Regionen des Kaffeeglases
auf irgendwas Lebendes. Na toll - Käfer im Kaffee! Und das Zeug hatten
wir die letzten zwei Tage getrunken ...
In meiner Not wühlte
ich mich in die hinteren Schrankecken, um etwas käferloses kaffeeartiges
zu finden und wurde sogar fündig: Krügers Cappucchino mit Amarettogeschmack.
Drei Tassenportionen, die ich im Sommer 1999 auf die Ranch mitgebracht
hatte. |
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Kurz nach eins brachen wir
auf, um Monte und Max (den Wrangler) auf der Weide zu treffen, wo die Kühe
grasten, die wir zu einem Verladekorral bringen sollten. Ich ritt einen
kleinen Schecken, Orio, der wie ein Curly-Pferd ein absolut lockiges Fell
hatte. Für Max nahmen wir ein Pferd am Halfter mit, er kam mit Monte
im Pick up.
Die ca. 130 hochträchtigen
Kühe sollten am nächsten Tag von der Verladestation aus per LKW
zu Montes neuer Ranch gebracht werden, da sie begonnen hatten, zu kalben
und dort besser unter Aufsicht standen.
Nach einem abenteuerlichen
Ritt durch unberührten, tiefen Schnee erreichten Gregg und ich die
Weide und begannen die Rinder zusammenzutreiben bis Monte, Max und Budweiser
eintrafen. Die Rinder trabten erwartungsvoll auf den Pick up zu, da sie
Futter erwarteten; bis Max sein Pferd gesattelt hatte und die erste Runde
Bud entsorgt war, hatten sich die meisten Kühe um den Truck versammelt. |
Dann ging es auf den Trail,
Monte fuhr hupend mit dem Pick up vor, die Rinder folgten, etwas ermuntert
durch Gregg, Max und mich, dem Wagen. Ab und zu rissen ein paar Viecher
aus, sehr lästig, weil man dann hinter ihnen her gallopieren musste
und dabei die Flasche Bud in der rechten Hand so sehr geschüttelt
wurde, dass das Bier schaumig wurde. Zum Glück hatte Monte genug Flaschen
im Pick up, es reichte bis wir die Rinder an ihr Ziel, die Verladekorrals,
gebracht hatten.

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Dort entschieden wir, dass
Nachschub fällig wurde, Monte, Gregg und ich fuhren also zum "Fort".
Ich lernte einen Original "Snook" kennen, ein Mix aus O-Saft, Zitronensaft,
Jack Daniels und Pfirsisch-Schnaps, bevor wir mit einem neuen Karton Bud
zurück zu den Verladekorrals fuhren. Unterwegs kam uns Max mit einem
Nachbarn, Shannon, entgegen - sie hätten auf uns gewartet und dann
entschieden, dass sie zum "Fort" fahren würden.
Also
kehrten wir wieder um und folgten den beiden. Das war gegen halb fünf
oder so. Im "Fort" waren wir bis gut Mitternacht. Blade und Liz, die im
vergangenen Sommer auf der Lake Ranch gearbeitet hatten, kamen zufällig
vorbei und erweiterten unsere feuchtfröhliche Runde. Nachdem drei
Cowboys vergeblich versucht hatten, meine Kenntnisse im Two Step Tanzen
zu vertiefen (inzwischen hatte ich fünf Amis dafür verschliessen,
und jeder hatte mir die Schritte anders erklärt!) brachen wir in Montys
Pick up auf zur Lake Ranch. Monte und Max hatten es zu weit bis nach Hause,
darum blieben sie über Nacht auf der Ranch. Da Monte fast alle Betten
zur neuen Ranch gebracht hatte, mussten die drei Männer auf Sesseln
und Couches im Wohnzimmer schlafen, während ich über die beiden
einzigen Betten herrschte, die in meinem Zimmer standen :-) |
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