03./04.03.2000,
Lake Ranch - Cattle drive and the day after ...
Freitag.
Es war endlich so weit:
die Rinder in Oshoto sollten zur Lake Ranch gebracht werden. Gregg war
happy, weil er dann nicht mehr jeden Tag bis nach Oshoto fahren musste,
um die Kühe zu füttern.
Gegen elf Uhr trudelten
Monte, Max und Budweiser auf der Lake Ranch ein. Gregg, Max und ich sattelten
unsere Pferde und folgten Monte, der mit dem Traktor fuhr, quer feldein
in Richtung Oshoto.
Dort pickte Monte (nach
einer halben Stunde Budweiser-Pause) einen der großen Heuballen mit
dem Traktor auf und ließ die Rinder, wie vor drei Tagen mit dem Pick
up, dem Traktor folgen. |
Wir brauchten gute drei
Stunden für die ca. sechs Meilen zurück zur Ranch - mal wieder
bei strahlendem Sonnenschein.
Nach einer Stärkung
auf der Ranch mit Kaffee (ich) und Bud (der Rest) war Partystimmung, also
fuhren wir zum "Fort". Unterwegs gabelten wir noch Shannons Frau Don auf
und füllten dann den Saloon mit leben. So lebten wir denn so dahin
bis fast Mitternacht. Max war inzwischen mit Don verschwunden, um sie nach
Hause zu bringen, und Gregg hatte Monte in einem Schlafraum im Keller des
Saloons in den Schlaf geschaukelt. Nun war guter Rat teuer - wie sollten
Gregg und ich zurück zur Ranch kommen? Zum Glück bot uns ein
Ehepaar, das wir im Saloon kennengelernt hatten, an, uns nach Hause zu
fahren. Etwas beschämt, aber erleichtert nahmen wir das Angebot an.
Auf dem Weg zur Ranch begegneten wir Max, der auf dem Weg zurück zum
"Fort" war. Dort würde er von seiner Freundin abgeholt werden, den
Pick up würde er für Monte dortlassen. Diese Freundin musste
ein absoluter Glückstreffer sein - sie fuhr ca. 50 Kilometer mitten
in der Nacht, um ihren besoffenen Freund abzuholen - whow!
Auf der Ranch holte ich
mein verpasstes Mittag- und Abendessen nach: Kartoffelgratin und Chips.
|
Samstag.
Als ich morgens aufwachte
war mein Kopf zwar absolut okay, aber mein Magen spielte verrückt.
Nach einem Blick aus dem Fenster auf einen Himmel, der herrliches Sonnenwetter
versprach, legte ich mich wieder ins Bett. Der Duft nach frischem Kaffee
lockte mich schließlich doch in die Küche, aber nach einem Kaffee
legte ich mich wieder hin. Hin und her gerissen von meinem Magen ("ich
sterbe ...") und dem wahnsinns Wetter draussen stand ich wieder auf. Monte
war auf der Ranch eingetroffen - offensichtlich traute er sich nicht nach
Hause, wo seine Frau ihn erwartete ...
Nach einem Frühstück
mit Bacon und Eggs war ich wieder bettreif, aber es half nichts, sich hinzulegen,
nach einer halben Stunde kam ich zurück ins Wohnzimmer, wo Monte und
Gregg sich mit Budweiser beschäftigten.
"How are you?" fragten sie.
"I tried to die, but I couldn't
..." meinte ich.
Wir fuhren mit Montes Pick
up auf die Weide, auf die wir die Rinder aus Oshoto gebracht hatten, und
schauten nach einer Kuh, die am Vortag während des Viehtriebs ihre
Wehen bekommen hatte. Sie hatte in der Nacht ein gesundes Kalb zur Welt
gebracht.
Endlich schaffte ich es,
ein Stündchen zu schlafen, danach ging es mir erheblich besser. Ich
fand Monte und Gregg im Stall - mit Bud. Wie schafften die das bloß?
Schließlich waren
die beiden auch reif für ein Schläfchen; während ich draussen
Zaumzeuge ölte, schliefen sie im Wohnzimmer. |

|
Gegen fünf brach Monte
schließlich auf, er musste noch nach Kara Creek, um dort nach den
Rinden zu sehen.
Gregg sattelte sich ein
Pferd, um "unsere" Rinder aus Oshoto zu checken, vereinzelt begannen sie
schon zu kalben. Ich holte mir Orio, um ihn zu begleiten. Es war ein herrlicher
Ritt in die Dämmerung, immer noch angenehm warm (tagsüber hatten
wir bis zu achtzehn Grad gehabt) und wunderbar ruhig. Ein guter Abschluß
für einen verschenkten Tag ...
Bis zum nächsten Cattle
Drive bleibe ich abstinent ;-) |
|