Thats me ...

Eigentlich und offiziell: Bürohockerin. Und nicht nur das - viel schlimmer sogar: Informatikerin *auweia*! 
Trocken, arrogant, langweilig.

Nur - was bringt eine fade Informatikerin in den Wilden Westen?
Erst der Zufall. Dann die Entdeckung von Freiheit. Und letztendlich die Liebe (ich weiss schon, was hier jetzt jeder denkt. NEIN! Die Liebe zum Land, zum Leben dort, zu den Menschen - vergiß die Männer, die sind überall gleich ;-)) )


Steckbrief
Name Heike (na, das ist eine Überraschung, was?!)
Alter 30 - 35 Jahre (ändert sich jährlich, meistens nach oben)
Größe 165 - 169 cm (kommt auf die Schuhe an, klar)
Gewicht 54 - 60 kg (steht in direkter Co-Relation zum Hamburgergenuss)
Sehstärke 1,5 - 2,5 Dioptrin (kommt auf's Auge an) (Plus oder Minus? Keine Ahnung, auf jeden Fall blind. Seit dem ich mal einen Abend lang 'ne Frau angehimmelt habe, trage ich meine Brille auch, wenn's die Eitelkeit eigentlich nicht zuläßt ;-) )
Lebenslauf Kindergarten, Schule, Ausbildung, Schule, Studium, Arbeiten
Eltern Beide supertoll! :-))
Geschwister Zwillingsbruder (auch zwischen 30 und 35 und meine absolut unentbehrliche Stütze bei meinen Amerikareisen), Schwester (zwischen 32 und 37)
Sonstige 
Verwandte
Ein Haufen Neffen und Nichten, 'ne Oma, 'ne Tante, 'n Cousin, Unbekannte (das sind die schwarzen Schafe der Familie - oder die, die mich für eins halten ;-) )
Familien-
stand
ledig (was meiner Lebenseinstellung sehr entgegen kommt und darum kein Grund für Mitleidsbezeugungen ist ;-) )
Wohnort NRW (Alaaf! - deutlich genug? ;-) ) und zur Zeit jobbedingt auch Hessen
Hobbies/
Interessen
Sehr viele, wenn es nach mir ginge, aber aus Zeitgründen beschränkt auf Pferde, Freizeitjournalismus, Computer, Amerika und Ski fahren. Auf der Strecke blieben Motorrad, schnelle Autos und leider vieles mehr.
 

Nach zehn Jahren nur Arbeit im Kopf (was andere Gründe hatte als die reine Sucht ein Workaholic zu sein) war ich 1999 urlaubsreif. Und da ich nicht daran gewöhnt war, Urlaube zu planen, ließ ich mich einfach führen - und landete im Juli auf der Lake Ranch, Wyoming. Liebe auf den ersten Blick. Nach einem zweiten wohlorganisierten Ranchurlaub im Oktober, diesmal in Arizona, packte ich schließlich mein Köfferchen und meine Kreditkarte und zog aus, um den Wilden Westen auf eigene Faust zu erforschen. Ich kaufte mir einen alten Chevy Blazer (der ewig kaputt war und später gegen einen Chevy Pickup mit den gleichen Pannen eingetauscht wurde), richtete mich häuslich ein und war mir gar nicht mehr so sicher, ob ich wirklich so leben konnte. Keine Wohnung. Keine Freunde. Keine Familie. Keine Waschmaschine!

Von Januar bis Juli (wegen fehlendem Visum mit kurzer Rückreise nach Deutschland zwischendurch) nahm ich alles mit, was mir geboten wurde bzw. was ich mir bieten ließ - und es hätte ruhig noch mehr sein können!

Ich machte ein bisschen Sightseeing: Las Vegas, Los Angeles, Hollywood, Grand Canyon, Monument Valley, Mexiko, Mount Rushmore, Tombstone, Sedona, Rocky Mountains, Black Hills etc.

Ich machte verrücktes und typisch amerikanisches: Footballspiel, Pferderennen, Fallschirmabsprung, Baseballspiel, Hunderennen, Two-Step lernen und jeden Hamburgerladen ausprobieren.

Aber vor allem machte ich eines: ich besuchte Ranches. Real Working Cattle Ranches. Dort, wo die Haupteinnahmequelle noch die Rinder waren und nicht getarnte Hotels für Touristen. 

In Arizona arbeitete ich eine zeitlang gegen Kost und Logis auf einer kleinen Ranch, deren Besitzer sich im Laufe der Zeit zu meiner Erstazfamilie in Amerika entwickelten. Obwohl ich eigentlich nicht geplant hatte, weit in den Norden vorzudringen, verschlug es mich doch zur Lake Ranch. Winter in Wyoming: kristallklarer Himmel oder Schneesturm. Dort half ich beim Kalben und begann darüber nachzudenken, wie ich aus meinen geplanten drei Monaten in Amerika sechs machen könnte.

Also kam ich nach vier Wochen Durchstehen deutscher Überbevölkerung zurück nach Arizona und schließlich wieder nach Wyoming - weil ich bei allen meinen Reisen nie einen Platz finden konnte, der es an Schönheit und Faszination mit der Lake Ranch aufnehmen konnte.


Aber bei allen Träumen ist die Informatikerin immer noch zu realistisch um nach sechs Monaten amerikanischer Freiheit das Geld verdienen und den "Ernst" des Lebens zu vergessen - und darum sitzt sie jetzt wieder am Computer und geht mit totlangweiligen Informatikern zusammen in der Kantine essen.

Zukunftsaussichten: 
ca. 5 Kilo, weil die Kantine echt gut ist! ;-)


E-mail:heike@waywest.de
Last Update: 09/2000 
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